Personalvermittler

iPhone_no_caller_ID_640Wir sind regelmässig auf der Suche nach neuen Mitarbeitern. Genau so regelmässig werden wir von Vermittlern kontaktiert.

Per Telefon und Mail erhalten wir immer wieder CVs der tollsten und besten Entwickler angeboten. Auf den freundlichen Hinweis, dass wir nicht mit Personalvermittlern zusammenarbeiten wird meist leicht verwirrt mit “Aber warum denn nicht?” geantwortet. Schliesslich ist der Vermittler professionell und vermittelt ausschliesslich im IT-Bereich Personal. Ja die anderen Vermittler, das kann er ja noch verstehen, die sind ja eher rückständig und haben sowieso nur faule Eier im Angebot. Aber er selbst… nur Mitarbeiter welche menschlich und fachlich sowas von zu uns passen…

Du bist selbst Vermittler und findest, dass ich pauschale Aussagen mache und, dass bei Dir alles besser ist? Ist bis jetzt leider nicht die Erfahrung die ich als Arbeitgeber gemacht habe.

Warum wir nicht mit Vermittlern arbeiten?

Eigentlich einfach: Wir können es besser.

Wir haben über die letzten Jahre genug Bewerbungen erhalten, Interviews geführt und Arbeitsproben angeschaut. Wir haben unsere eigene Methode entwickelt, wir führen Interviews, wir reden mit den Kandidaten. Wir stellen sicher, dass sie zu uns passen. Die Resultate sprechen für sich, wir haben eine tiefe Fluktuation und gute Mitarbeiter.

Das alles liesse sich auch von externen Vermittlern machen und würde uns sogar Zeit sparen. Aber die Qualität der Dienstleistung “Personalvermittlung” passt ganz einfach nicht:

Vermittler verstehen nicht was wir machen

Sie lesen “Entwickler für Webapplikationen” und denken “Programmierer”. Und schicken uns das Profil eines Kandidaten welcher “Embedded Systems” entwickelt.
Sie lesen “Ruby on Rails” und denken “Programmiersprache”. Und schicken uns das Profil eines Kandidaten welcher Python/Django entwickeln will.

Wenn ich mich nicht auf die Vorselektion durch einen Vermittler verlassen kann, dann nimmt er mir keine Arbeit ab.

Vermittler verstehen nicht wie wir arbeiten

Woher auch. Sie beschränken ihre Kommunikation darauf uns CVs zu schicken. Noch nie hat ein Recruiter bei uns angerufen und gefragt “Wie arbeitet ihr denn?” oder “Was muss ein Kandidat denn mitbringen?” oder auch “Was bietet Ihr denn einem Mitarbeiter an?”
Das soll jetzt kein Aufruf sein, wir haben mit dem Thema abgeschlossen. Nach meinem Verständnis muss der Anbieter zuerst mit dem Kunden sprechen um genau zu verstehen, was dieser denn will und wie man ihm helfen kann.

Vermittler kosten viel Geld

Je nach Agentur werden 20 – 35% eines Jahresgehaltes für eine erfolgreiche Vermittlung veranschlagt. Wir reden also von Beträgen von 15’000 CHF aufwärts, je nach Pensum und Position.
Dafür erwarte ich eine Leistung die weit über das verschicken eines Lebenslaufes per E-Mail oder ein paar Telefonanrufe mit unterdrückter Rufnummer hinausgeht.
Was passiert wenn der Vertrag mit einem Kandidaten nach kurzer Zeit wieder aufgelöst wird? Hier gibt es je nach Firma verschiedene Modelle. Oft gibt es eine zeitlich gestaffelte Rückzahlung.
Also z.B. nach 2 Wochen 80%, nach 4 Wochen 60% u.s.w. Meistens gibt es spätestens nach 3 Monaten nichts mehr zurück. Also dann, wenn die Probezeit vorbei ist.
Dies alles deutet nicht auf Vertrauen in die eigene Arbeit hin. Wenn der Kandidat doch so gut passt und extra für meine Stelle ausgesucht wurde, dann darf hier schon etwas mehr erwartet werden.

Vermittler versuchen bei uns Personal abzuwerben

Das ist kein grundsätzliches Problem für mich. Wenn ein Mitarbeiter gehen möchte, dann kann er, darf er, soll er gehen.
Wir haben talentierte Entwickler und diese sind gesucht. Vermittler fernzuhalten gehört nicht zu den Strategien um die Fluktuation tief zu halten.

Wir versuchen unsere Mitarbeiter zu halten und geben uns Mühe ein angenehmes Arbeitsumfeld zu schaffen. Wir sind eine kleine Firma und haben weniger Möglichkeiten wie eine Bank oder IBM oder gar Google. Aber bei uns gibt es spannende Projekte, Freiheiten und die Möglichkeit ein Projekt von A-Z zu begleiten.

Aber wenn der gleiche Recruiter am Morgen versucht jemanden abzuwerben und am Nachmittag einen Entwickler bei uns zu platzieren, dann kann es mit der Moral nicht weit sein.

Vermittler lügen uns an

Und zwar knallhart und direkt. “Herr XY hat gesagt wir sollen uns melden wenn wir einen Kandidaten haben”. Dumm nur, dass Herr XY bereits am Telefon ist. Und dies natürlich nie gesagt hat. Ein paar andere Beispiele?

    • Es wird erzählt, dass Kandidaten exklusiv repräsentiert werden, aber die Kandidaten wissen nichts davon.
    • Einer hat grad sein Handy nicht dabei und darum die Telefonnummer von Mitarbeiter X nicht zur Hand und hätte doch gerne die private Nummer.
    • Ein Anderer ist ein Freund und ruft von Zuhause an (und im Hintergrund tönt es wie es halt so in einem Callcenter tönt).
    • Der gemeinsame Bekannte Z hat empfohlen, dass wir mit dem Vermittler zusammenarbeiten sollen.

Wie soll das bitte funktionieren? Wie soll ich mit jemanden zusammenarbeiten der mich einfach mal direkt anlügt?

Vermittler lügen die Kandidaten an

Da werden Stellen ausgeschrieben die es so nicht gibt, damit man CVs zugeschickt bekommt. Es wird von Mandaten erzählt die nie erteilt wurden. Die guten Connections zum potentiellen Arbeitgeber nicht zu vergessen.

Vermittler arbeiten unsauber

CVs werden ungefragt an Firmen weitergegeben. Nicht anonymisiert, oder so, dass eine kurze Suche gleich die Personalien rausspuckt.

Ich kenne einen Fall wo ein Vermittler einen Lebenslauf eines Bewerbers ungefragt an eine Firma weitergeleitet hat. Die Firma war unglücklicherweise Kunde des aktuellen Arbeitgebers. Der Kunde hat prompt beim aktuellen Arbeitgeber angerufen worauf diesem kurzfristig der Blutdruck in die Höhe schnellte…

Es gehört für mich zum 1×1, dass ein Kandidat gefragt wird: “Hey ist es OK, wenn ich deinen Lebenslauf an die Firma X weitergebe?”

Gleichzeitig möchte ich nicht einfach so ein Profil zugeschickt bekommen. Meistens erkenne ich die Kandidaten weil ich die Netzwerke aktiv durchforste. Und dann findet der Vermittler natürlich, er habe ein Anrecht auf eine Entschädigung weil ja SEIN Kandidat kontaktiert wurde. Alles schon gehabt – der Fall konnte erst nach einem freundlichen Schreiben eines Anwaltes geklärt werden.

Kandidaten sollen wirklich daran interessiert sein bei uns zu arbeiten

Und darum sollten sie auch den Aufwand nicht scheuen selber nach offenen Stellen zu suchen, etwas über die Firma in Erfahrung zu bringen und sich dann, bei Gefallen, bei uns zu melden. Das ist etwas schwerer für Bewerber aus dem Ausland, aber selbst von da ist es möglich. Aber wer im Raum Zürich, ja sogar in der ganzen Schweiz einen Ruby-Job sucht, der sollte uns finden können und nicht den Umweg über den Vermittler nehmen.

Fazit

Wenn die einzige Leistung eines Vermittlers darin besteht CVs auf dubiose Art abzufischen und danach wieder zu verteilen, dann generiert das keinen Mehrwert für mich. In einem Bereich wo mit einem Abschluss ein 5-Stelliger Umsatz gemacht werden kann, werden schnell mal schwarze Schafe angelockt. Besonders wenn man sich mit Xing und LinkedIn auf einfache Art und Weise durch zig Profile wühlen kann.
Vielleicht gibt es seriöse Vermittler. Aber auf dem Gebiet sind mir noch nicht viele begegnet.

Und so heisst es bei uns weiterhin: “Dossiers welche von Vermittlern zugeschickt werden können wir leider nicht berücksichtigen”.

Dare to question

We had a problem.

Let me call it Project X. We were six months behind. Requirements Creep resulted in enormous methods, bloated controllers, a test coverage below the belt and still no clear plan of finishing. We worked a year on the thing, it has been close to finished for months now, but it wasn’t coming together. We had a problem.

Screen Shot 2015-02-05 at 6.03.28 pmWasn’t it cool in the old days, when we were the wizards, the magicians – where just the fact that we were able to create a simple calculating form or create a script saving someone two days of busywork per week? They trusted us when we said, it is going to take three weeks to implement it. If you understood how to “fix a computer” by finding the loose cable connector on the keyboard. When running a defragmentation tool made your uncle feel like he bought a brand new machine.

It’s no longer like that. Writing software is not so magical anymore, it’s a craft. We know what we do, and we’re appreciated for it. But things have to get done. The customer is king again. We’re constantly struggling in the space between what the customer wants and what we know is the right thing. We learned a while ago that wearing a hoodie and carrying a sticker-infested laptop to a board meeting doesn’t automatically raise their respect for us. We learned to listen. We learned to learn each customer’s language, to better understand, to better craft what’s needed.

On the other hand, we still feel like wizards. We know what works, and don’t want to waste our precious time with dull decoration. We want our effort limited to a minimum, working on the ambitious adventure, the principal puzzle, the real riddle. The cool stuff. Let’s write the simplest thing that can possibly work. You want more? You Ain’t Gonna Need It (YAGNI™). Because an apparently simple request might lead to days of unforeseen work, which might even go unpaid because its complexity never got onto any offer.

So we grew an instinct to say no, to approach a request with a certain defensive attitude. A feature has to pass a threshold first: Is it really needed?

But then, the customer actually pays for what we do, so saying no doesn’t fly well with them. We apparently need a different attitude.

We had a routine importing data which needed almost a day to run, and one wrongly formatted element in the source data would knock the process out. We added and tweaked, only to find the next edge case… we dearly wanted to exclude those edge cases, but many were still essential.

What was going wrong? What was the problem behind the problem?

Complexity is not value. But neither is simplicity as such. We are trained to write what’s needed, in budget, and on time. Those constraints are natural. We coders have experienced many situations where broken business models resulted in hopeless strategies, which turned into convoluted requirements. Sometimes we call it “design by committee”, where the results of a brainstorming session is translated into demands full of contradictions, wishful thinking and pies in the sky. After the session, several people “flesh out” the requirements, and the input of all participants is gathered, but never questioned.

Now try to write good code with that. We try to manage upwards, trying to filter what should never have made it into requirements.

Hence, the first draft of our company values had the line “dare to say no”.

“Dare to say no” at least tames the devil of blindly implementing what’s requested, only to find the contradictions at the very end where ideas meet reality, when bugs show up stemming from the bad design decisions above. Code is honest, code is pure. There is no handwaving, no “maybes” in code, no “mostly” or “generally” – come with unfinished ideas and you will be mercilessly punished. The wall of logic can’t be broken with sheer will, you’ll be crushed between requirements and feasibility.

But saying no doesn’t give you good code.

And Project X wasn’t finished. We saw it ourselves. We had something which worked, and somehow fulfilled requirements. But it didn’t feel right. It felt buggy and convoluted. It looked the part… We needed a reboot.

Reboot

“Dare to say no” apparently needed a reboot too. We worked on that line. And we found out what we meant by it. We wanted to be able to work on all levels of software to find the right solutions. We needed to be able to address the first decisions. Those which lead to the requirements causing trouble.

Mind you, this happens anyway – at the latest, when broken code goes in production. At this point, even the people who brainstormed the ideas will see the contradictions, because they’re now glaringly obvious. Only now the important questions get asked. Can’t we get to that knowledge earlier?

We can. It requires courage to show the contradictions, the unfinished thoughts. It requires tact and skill to identify the core requirements which clash, and talk about them. It requires a lot of guts to ask fundamental questions.

Invigorated, we addressed Project X with new energy. We started with tidying up the code. Where weird requirements held us up, we went back to the customer and asked why they wanted a certain feature, why it had to be like that. The pruning and culling resulted in a much more streamlined user experience, clean code, and somewhat to our surprise, a greatly improved relationship with the customer.

Our value became “dare to question.” Ask why, understand the answer – or ask why again. Get to the bottom of it. Find the need behind the need. Throw away what’s not necessary, make it clean – with the full understanding of the requirement.

The project is live now. We have more work coming.

Maybe we can still be wizards. We just have to learn the new magic.

Dare to question.